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	<title>Le prieuré de Marcevol... &#187; Deutsch</title>
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		<title>Priorat Marcevol</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 11:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Priorat von Marcevol befindet sich in 560 m Höhe, auf einer Hochebene, die das Têttal überragt. Die Landschaft ist wunderschön, im Norden, der Roc del Maure (775 m), im Westen der Gipfel Pic de Pau (1025 m), im Süden, der legendäre Berg der Katalanen, der Gipfel des Canigou. In der Nähe des Priorats, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Priorat von Marcevol befindet sich in 560 m Höhe, auf einer Hochebene,            die das Têttal überragt. Die Landschaft ist wunderschön, im Norden,            der Roc del Maure (775 m), im Westen der Gipfel Pic de Pau (1025 m),            im Süden, der legendäre Berg der Katalanen, der Gipfel des Canigou.            In der Nähe des Priorats, die Kapelle Nostra Senyora de las Grades,            11.Jh., überragt den kleinen Weiler.<br />
Überreste, wie z.B. ein Dolmen und ein Oppidum, zeugen von der Anwesenheit            der Menschen ab dem Neolithikum (4000 J. vor J.C.). Spuren der Terrassenkultur,            Hirtenwege, Steineichen, Heide und Weinanbau, kennzeichnen das Gebiet            von Arboussol, welchem der Weiler von Marcevol seit 1822 angegliedert            ist.</p>
<p>Das Priorat wurde im 12.Jh. durch die Chorherren   des Heiligen Grabes            erbaut. Der Bischof von Elne schenkte ihnen 1129 die kleine Kirche Nostra            Senyora de las Gradas, sowie die umliegenden Nebengebäude. Es sind die            Regularkanoniker, die der Regel des Augustinus folgen.</p>
<p>Der Orden vom Heiligen Grab wurde 1099, nach der Eroberung von Jerusalem            durch die Kreuzritter, um das Grab Christi bewachen zu können, gegründet.            Er verbreitete sich rasch in Europa, wo er Besitztümer und Schenkungen            bekam. Marcevol war von 1129 – 1484, dem Jahr in dem der Orden durch            den Papst aufgelöst wurde, eine seiner Einrichtungen.</p>
<p>1484 geht dieses Bauwerk in die Obhut der Priester; diese führen ein            gemeinschaftliches Leben und kümmern sich um die Pfarrgemeinde von Vinça.            In dieser Zeit wird in der Apsis, ein der Jungfrau geweihter Altar,            aufgestellt. Diese Ordensgemeinschaft wird ebenfalls danach streben            Marienwallfahrten   zu organisieren. Eine alte Überlieferung bringt die            Mutter eines Papstes mit einem Wunder in Verbindung; diese war auf dem            Weg nach Compostela und soll in der Pfarrkirche beerdigt sein. Marcevol            wird ein Wallfahrtsort, der hunderte von Menschen anzieht, in der Hoffnung,            Gnade oder Vergebung zu erhalten.<br />
In der Revolution wird das Priorat als Staatsbesitz verkauft. Es wird            der Mittelpunkt eines großen landwirtschaftlichen Betriebes. Die Gebäude            werden vernachlässigt. Um das Priorat vor dem Verfall zu retten, finden            sich in den 70ger Jahren in dem Verein Monastir de Marcevol freiwillige            Arbeitsgruppen zusammen und machen aus dem Priorat ein Zentrum, dass            großen spirituellen, künstlerischen und therapeutischen Gesellschaftsbewegungen            gegenüber aufgeschlossen ist. 2001 wird der Verein zur gemeinnützigen            Stiftung des Priorats von Marcevol und folgt seiner Bestimmung, Besucher            aufzunehmen, Unterkünfte für Gruppen und Schulfreizeiten zu bieten und            kulturelle Veranstaltungen durchzuführen.</p>
<h4>Architektur</h4>
<p><img src="http://www.gravity-zero.net/marcevol/images/facade-de.gif" vpsce="5" align="left" height="290" hspace="3" width="300" />Die            Fassade ist gegen Westen gerichtet. Sie ist im typisch romanischen Stil            des 12.Jh.s. errichtet, besteht aus vortrefflich behauenen und zusammengesetzten            Granitsteinen; sie spielt mit ihrer schlichten Art, welche die unterschiedlichen            Materialien, aus der sie sich zusammensetzt, hervorhebt.</p>
<p>Das Portal ist aus rosa Marmor aus dem Marmorbruch von Villefranche-de-Conflent.            Für den Türsturz   und das Giebelfeld   wurden zwei andersfarbige Marmore            verwendet.<br />
Es besteht aus einem Archievolte  , der in mehrere Bogenrundungen unterteilt            und durch ein Verzahnungsornament hervorgehoben ist. In der Mitte öffnet            sich die Tür, deren Türsturz und Giebelfeld gespalten sind. Die zwei            Türflügel sind von charakteristischen Eisenbändern der katalanischen            Schmiedekunst besetzt. Mit ihren, auf symmetrische Weise angelegten,            auf das Holz aufgesetzten und aufgenagelten Spiralen, verstärken und            dekorieren sie das Portal.</p>
<p>Das Fenster aus rosa Marmor, wiederholt im Kleinen die Zusammensetzung            des Portals. Die Schönheit der Fassade wird durch die Einschließung            der zwei marmornen Kunstwerke in den steinernen Mauerverband bewirkt.            Auf dem Gewände, zwei rosa Marmorplatten, mit Inschriften, die auf die            Gräber der beiden im 12.Jh. verstorbenen Priore, hinweisen.</p>
<p>Die Glockenwand, nach rechts versetzt, verweist mit Sicherheit auf            die Wiedererrichtung nach dem Erdbeben 1428.<br />
Rechts von der Kirche, fügt sich in einer Mauer von vielfältigen Mauerverbänden,            im Fischgrätenmuster, regelmäßig, manchmal unregelmäßig, die jetzige            Eingangstür des Priorats, ein. Schiessscharten und ein Vorwerk sind            die Beweise für die Verteidigungsaufgabe dieses, wahrscheinlich im 14.Jh.,            auf Verlangen des Königs von Aragonien, errichteten Walles.</p>
<p>Der Kreuzgang  : Im Inneren des Hofes, zeugen die auf der Südseite            der Kirche vorhandenen Kragsteine und Fundamente einer Sockelmauer,            von der Existenz einer Kreuzganggalerie, von der nichts mehr übrig ist.<br />
Nichtsdestoweniger wird sein Vorhandensein im 15.Jh. bestätigt, als            die Einwohner von Arboussol kommen, um dem neuen Prior der Ordensgemeinschaft            den Treueid zu leisten.</p>
<p>Die romanische Kirche wurde zwischen 1129 und 1160 errichtet. Bis            Anfang des 11.Jh.s waren die Kirchen meistens mit einem Gebälk gedeckt.            Nach dem Jahre 1000 deckt man das Kirchenschiff mit einem Steingewölbe,            welches eines der Kennzeichen der romanischen Architektur wird.<br />
Sainte-Marie von Marcevol besteht aus drei Schiffen. Das Hauptschiff,            mit einem Rundbogengewölbe bedeckt, öffnet sich im Osten zur Apsis.            Das südliche weniger hohe Seitenschiff, das auf dem Hauptschiff aufliegt,            formt ein Viertelbogengewölbe; das nördliche hat eine andere Architektur,            ist zweifellos nach dem Erbeben 1428, wiedererrichtet worden.<img src="http://www.gravity-zero.net/marcevol/images/vueglobale.gif" vpsce="5" align="left" height="293" hspace="3" width="250" /><br />
Eine reichliche, aus Gemälden bestehende Gewändeverzierung, bedeckte            die ganze Architektur. Der, in der südlichen Chorkapelle erhaltene Teil,            stellt den Christus Pantokrator (aus dem griechischen panto-: alles,            und krator: Herrscher) dar.<br />
Die Szene zeigt den majestätisch thronenden Christus, umgeben von Engeln,            in einer Mandorla  . Mit der rechten Hand gibt er den Segen, in der linken            Hand hält er die Heilige Schrift. An beiden Seiten befinden sich zwei            Buchstaben, das Alpha und das Omega des griechischen Alphabets, die            auf einen Text der Apokalypse verweisen: Ich bin das A und das, der            Anfang und das Ende; der, der ist, der war und der, der sein wird, der            Allmächtige.</p>
<h4>Das Mehlwunder</h4>
<p>Nach einer Legende soll die Mutter des unmittelbaren Nachfolgers                        auf den Papstthron des heiligen Petrus, in Marcevol beerdigt                        sein.<br />
Die alte Frau, die auf dem Weg nach Santiago de Compostela                        ist, geht nach Marcevol hoch. Ermüdet vom Aufstieg, bleibt                        sie, während ein Gewitter aufzieht, stehen. Ein Mann aus                        Marcevol kommt mit seiner Eselin, auf dem Rücken einen Sack                        Mehl, den er in der Mühle mahlen ließ, aus Vinça zurück.                        Er legt den Sack ab und lässt die alte Dame aufsteigen.                        Die Nacht bricht ein, es donnert und das Gewitter bricht                        los. Die Alte sagt ihm, dass er sich nicht wegen seines                        Mehlsacks beunruhigen solle. Als der Bauer am nächsten Tag                        sein Mehl abholte, war das Mehl tatsächlich trocken geblieben;                        als er aber zurückkam, war die alte Dame gestorben. Nach                        dem feierlichen Begräbnis wurde ihr Leichnam unter dem Altar                        Notre-Dame-de-las-Gradas zur Ruhe gebracht.</p>
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